Dr. Bernhard Karl Gröbler
Alte Dorfstraße 2 e,  D 07751 Jena-Drackendorf
Geboren 1938 in Stolp/Pommern.

1944-1945 Volksschule in Brünn, Mähren
1945-1952 Grundschule in Eisleben
1952-1957 Martin-Luther-Oberschule in Eisleben, Abitur
1955 Erkrankung an Poliomyelitis mit starker zurückbleibender Gehbehinderung
1957-1962 Physikstudium an der Universität Jena
1991  Promotion zum Dr. rer. nat. an der Brandenburgischen Landesuniversität in Potsdam über  "Untersuchungen zur Bildübertragung in abtastenden Mikroskopen unter besonderer Berücksichtigung der 3-D-Abbildung"
1962  Eintritt  in die Fa. Carl Zeiss Jena. Entwicklung von Geräten für die Mikroskopie. Wissenschaftlich-Technischer Berater und  Projektleiter. Wissenschaftliche Publikationen über Optik und Gerätetechnik, Stereologie und Bildanalyse.
 
 

* Seit 1975 regelmäßige Teilnahme an Gregorianik - Kursen bei Walter Heinz Bernstein und Erhart Paul
* musikwissenschaftliches und paläographisches Selbststudium, Korrespondenzen mit Peter Gülke, Karl Heinz Schlager,  Christian Kaden, Erhart Paul u.a.
* 1982 Gründung des LITURGISCHEN SINGKREIS JENA, Leitung bis Frühjahr 2007. Seitdem Auftritte in ganz Deutschland, in Tschechien, in Rumänien, in Frankreich.1990 Teilnahme am Internationalen Festival des Gregorianischen Chorals in Watou (Belgien). Musikpaläographische Untersuchungen in mitteldeutschen Bibliotheken.
* 1988-1990 Mitarbeit im Arbeitskreis Musikmediävistik an der Humboldtuniversität bei Chr. Kaden,  Vorträge und Seminare an der Humboldt - Uni, an der Uni Jena, an den Kirchenmusischulen Halle und Dresden
* Seit 1987 Leitung der Gregorianischen Arbeitswochen SCOLA AESTATIS im Augustinerkloster zu Erfurt, später im Kloster Drübeck am Harz.
* August 1989 Ausrichtung des "Arbeitsgespräch Choral" mit internationalen Experten im Ursulinenkloster Erfurt
* 1996 Beendigung der beruflichen Tätigkeit als Physiker zugunsten der Arbeit am Choral.
* Seit 1995 Lehraufträge "Einführung in den Gregorianischen Choral " an den Philosoph. Fakultäten der TU Dresden und der Univ. Leipzig, an der Theologischen und der Philosophischen Fakultät der Univ. Jena, an der Ev. Hochschule für Kirchenmusik in Halle, zahlreiche Workshops und Seminare, Vorträge und Veröffentlichungen zum Thema, 1995 - 1996 Leitung der gregorianischen Choralschola an der Kirchenmusikhochschule Dresden.

Veröffentlichungen:
- Einführung in den Gregorianischen Choral, Jena 2005
- Liqueszenzgraphien (Pliken) in der Jenaer Liederhandschrift, Beitr. z. Greg. 39 (2005) S. 59 - 66
- Zur Dialektik von Bindung und Freiheit in Bezug auf gregorianische Kompositionsverfahren ..., In: Professionalismus i. d. Musik, Essen 1999
- Ein liturgisches Fragment vom St. Gallener Typ in einer mitteldeutschen Kirchenbibliothek, Beitr. z. Greg. 17 (1994) SS. 43-53
- Liturgie und Musik der Chorbücher, in: Kleine Schriften der Vereinigten Domstifter ..., Bd. 3, Der Naumburger Domschatz, Petersberg 2006, S. 78 - 86
- Zur Virga strata in den Antiphonen des Officium, Digitale Bibliothek Thüringen 2010, http://www.db-thueringen.de/servlets/DocumentServlet?id=15283
- Die Communio "Videns Dominus" im Gradual-Fragment Ms. 961 von Eisleben, Digitale Bibliothek Thüringen 2010, http://www.db-thueringen.de/servlets/DocumentServlet?id=15182
- Oriscusneumen in vier der ältesten bekannten Handschriften des Antiphonale unter besonderer Berücksichtigung des Breviariums Leipzig Rep. I 93, http://www.db-thueringen.de/servlets/DocumentServlet?id=15549
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Oriscusneumen in vier der ältesten bekannten Handschriften des Antiphonale unter besonderer Berücksichtigung des Breviariums Leipzig Rep. I 93, Neufassung mit erweiterter Materialbasis, http://www.db-thueringen.de/servlets/DocumentServlet?id=17983
- Eine Neumeneintragung im Evangeliar Jena Ms. El. f. 3 aus Quedlinburg; http://www.db-thueringen.de/servlets/DocumentServlet?id=20436
Das Evangeliar Ms. El. f. 3 (Abkürzung Jena) stellt ein Prunkstück der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena dar, ein Exemplar aus der kostbaren, ehemals kurfürstlichen Sammlung. Es wird um 1000 datiert. Am Anfang des Matthäus-Evangeliums sind über der Genealogie Christi, fol. 3r und 3v, adiastematische Neumen von späterer Hand eingetragen. In der Arbeit werden die Neumen mit den gängigen Melodien zur Genealogie verglichen. Ferner werden eine Reihe Zusatzbuchstaben, die keine üblichen litterae significativae darstellen, hinsichtlich ihrer möglichen Bedeutung diskutiert.
-Liturgisches Fragment aus Altengönna bei Jena; http://www.db-thueringen.de/servlets/DocumentServlet?id=20527
Das im Jahr 2010 in einem Dorf bei Jena entdeckte Fragment eines Missale des 13. Jh. sowie das damit verbundene Festgraduale des 14.Jh. werden ausführlich beschrieben. Aktive Links führen zu den Digitalisaten der 60 erhaltenen Blätter.


Jena, März 2012

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